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RedEx-Dichtmanschette besteht Test im Hochdruckspülverfahren

26.03.2022

Um eine reibungslose Funktion von Kanalrohren zu gewährleisten, müssen diese sowohl dicht und betriebssicher als auch von Schmutz und Ablagerungen befreit sein.

Das bei etwa 90 Prozent aller Kanalreinigungsmaßnahmen eingesetzte Verfahren ist das sogenannte Hochdruckspülverfahren (HD-Spülverfahren). Gerade sanierte Leitungen – beispielsweise mit eingebauten Innendichtsystemen – müssen den Belastungen durch die Reinigungsarbeiten zuverlässig standhalten. Die nötige Robustheit und Druckbeständigkeit bieten hier nicht nur die Pipe-Seal-Edelstahlmanschetten, sondern auch die RedEx-Manschette von Pipetronics. So wurde die Hochdruckspülfestigkeit des Systems RedEx im Prüfverfahren nach DIN 19523 erfolgreich bestätigt.

Nicht selten kommt es in Kanalsystemen zu Verunreinigungen, Ablagerungen und Verstopfungen verschiedenster Art. Um Kanalinspektionen und Sanierungen vorschriftsgemäß durchführen zu können, ist eine Kanal- und Rohrreinigung unerlässlich. Denn: Eine unregelmäßige Reinigung zieht sowohl Folgen für das Abwassersystem als auch für die Umwelt mit sich. Verstopfte Systeme verursachen häufig einen Rückstau, der wiederum zu Überflutungen führen kann. Weitere Folgen sind unter Wasser stehende Kellerräume oder ein feuchtes Fundament. Neben Verstopfungen können Kanalablagerungen auch vermehrt zur Bildung von Faulgas führen, das aus Methan, Kohlendioxid, Ammoniak und Schwefelwasserstoff besteht. Daraus resultieren Kanalkorrosion und übelriechende Gerüche, die extrem gesundheitsgefährdend sein können.

HD-Spülverfahren

Als gängige Reinigungsmethode kommt das Hochdruckspülverfahren zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird ein Schlauch mit einer Reinigungsdüse zunächst gegen die Fließrichtung des Wassers in den Kanal geführt und dann langsam zurückgezogen. Die angeschlossenen Spezialdüsen sind dabei auch auf die Rohrwandung gerichtet. Die austretenden Hochdruckwasserstrahlen lösen Ablagerungen und transportieren Verschmutzungen zur Absaugung an den Startschacht.

Spülbeständigkeit erfolgreich geprüft

Die Innendichtmanschette RedEx von Pipetronics eignet sich bei der grabenlosen Sanierung sowohl für Abwasser-Freispiegel- als auch für Druckrohrleitungen. Das System besteht aus einer extrem beständigen EPDM-Elastomer-Dichtungsmanschette, die mit den dazu gehörigen Spann- und Stützringen aus Edelstahl aufgespannt und dauerhaft von innen an die Altrohrwand gepresst wird. Bei dem Prüfverfahren nach DIN 19523 wird die RedEx-Manschette den zu erwartenden Belastungen durch die Hochdruckreinigung ausgesetzt. Die nötige Robustheit wurde bereits 2014 im Typprüfprogramm des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) im Hochdruckspültest nach DIN 19523 nachgewiesen.

In dem Verfahren 2 nach DIN 19523 wird die Düse mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 1,0 (+/- 0,1) m/s bis zum Ende der Prüfstrecke gefahren und danach mit einer Rückzugsgeschwindigkeit von 0,1 (+/- 0,02) m/s unmittelbar wieder zum Anfang der mindestens 15 Meter langen Prüfstrecke zurückgezogen. Dieser Vorgang umfasst 60 Spülzyklen. Die normgerechte Spülstrahlleistungsdichte beträgt dabei 330 (+/- 15) W/mm². Die EPDM-Dichtung zeigte nach dieser Durchführung keine Auffälligkeiten oder Spuren. Struktur schwächende Beschädigungen wurden weder an der EPDM Dichtung noch an den Edelstahlbändern beziehungsweise Schlossstücken festgestellt.

Die Innendichtmanschette RedEx hält demnach den zu erwartenden Belastungen durch die Hochdruckreinigung stand. Eine nachfolgende Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610, Verfahren LC, bei dem die Höhe des Prüfdrucks und des zulässigen Druckabfalls beziehungsweise Druckanstiegs kontrolliert wird, wurde im Jahre 2017 ebenfalls erfolgreich bestanden. Bei dem Verfahren LC beträgt der Prüfdruck 100 mbar (10,0 kPa). Befindet sich hier der Wendepunkt der Reinigungsdüse auf der Manschette, hält sie dem gegebenen Wasserdruck und maximaler Spühlstrahlleistungsdichte ebenfalls problemlos stand.

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