Qualität und Qualifikation: Der Schlüssel zum Erfolg

03.07.2006

"Kanalsanierung: Lösungen von Profis" lautete der Titel der Veranstaltung, mit der die Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung fortgesetzt wurden. Eine Interessengemeinschaft, bestehend aus der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, der Verbund Ingenieur Qualifizierung gGmbH sowie der RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau, hatte die Diskussionsplattform für Auftraggeber, Fachfirmen und Studenten 2002 aus der Taufe gehoben.

Die Mitwirkung hochkarätiger Referenten aus Industrie, Kommunen und Verbänden sowie eine jährlich steigende Teilnehmerzahl sind ein Indiz für die breite Akzeptanz der Veranstaltungsreihe. "Wir wollten für dieses Kolloquium die Erfahrungen aller Beteiligten vereinen", so der wissenschaftliche Leiter, Prof. Dipl.-Ing. Werner Krick.

Nach Meinung von Krick geht das der Veranstaltung zugrunde liegende Konzept voll auf: Auftraggeber, Planer und Firmen sollen zu Wort kommen, über ihre Erfahrungen aus der Praxis berichten und zur Diskussion anregen. Dass das klappt, bestätigt Dr. Ursula Baumeister, Geschäftsführerin Verbund IQ. "Wir bringen die beteiligten Interessengruppen aus Wissenschaft, Verbänden, Behörden und Unternehmen zusammen", so Baumeister. "Damit schaffen wir eine Bühne, auf der Teilnehmer und Referenten über die tägliche Arbeit diskutieren können."

Unter dem Motto "aus der Praxis für die Praxis" gaben die Referenten interessante Einblicke in ihre Erfahrungen bei der Lösung von Sanierungsaufgaben. Franz Schmucker, Geschäftsführer Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Hachinger Tal, brachte in seinem Vortrag die Auffassung vieler Teilnehmer auf einen Punkt: "Die Bestandserhaltung der Infrastruktureinrichtungen stellt eine der größten und wichtigsten Zukunftsaufgaben der Netzbetreiber dar. Angesichts der angespannten Finanzlage müssen deshalb sowohl in technischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht optimale Konzepte gefunden und umgesetzt werden."

Das hierbei auch die Auftraggeber gefordert sind, unterstrich Dipl.-Ing. (FH) Mario Heinlein, Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg. Für Heinlein "müssen Auftraggeber die Grundlagen für objektive Vergabe und Bewertungen und zur vertragskonformen Abwicklung schaffen sowie ausführliche und detaillierte Ausschreibungsunterlagen erstellen."

Erfahrung und Fachwissen
Das ist oft leichter gesagt als getan. Das notwendige Investitionsvolumen für sanierungsbedürftige Kanäle liegt nach aktuellen Erhebungen bundesweit bei über 50 Milliarden Euro. Die Instandhaltung erfordert einerseits professionelles Vorgehen auf qualitativ hohem Niveau, andererseits sind die finanziellen Spielräume von Städten und Gemeinden knapp.

Um kostspielige Abenteuer zu vermeiden und marode Kanäle wirtschaftlich effizient zu sanieren, ist deshalb neben Fachwissen vor allem praktische Erfahrung notwendig. Diese ist in vielen Fällen nicht oder noch nicht vorhanden, Fehler deshalb unausweichlich. "Doch diese sind in der Regel hausgemacht und beginnen schon in der Planungs- bzw. Ausschreibungsphase", berichtete Dipl.-Ing. (FH) Christian Waitz, Brochier Entwässerungstechnik GmbH. "Weiterhin zählen Lücken und Fehler in der Leistungsbeschreibung, zu kurze Ausführungszeiten, veraltete TV-Befahrungen aber auch die oft mangelhafte Zusammenarbeit von Auftraggebern, Ing.-Büros und Auftragnehmern dazu."

Doch es gibt Lösungsansätze – auch hierin waren sich die Teilnehmer einig. "Die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Sanierungskonzepte stehen zur Verfügung", stellte Dipl.-Ing. (FH) Peter Wecke, Leiter der Abteilung Abwasserbeseitigung, Stadtwerke Dachau, fest. "Sie müssen von den Beteiligten nur konsequent genutzt werden."

Qualität und Qualifikation heißen hierbei die Schlüssel zum Erfolg. Erfolgreiche Kanalsanierung ist ohne konsequente Qualitätssicherung von der Kanaluntersuchung bis zur Ausführung nicht möglich.

"Besonderes Augenmerk ist auf die Definition von Anforderungsprofilen, das Vergabeverfahren, die Bauüberwachung sowie die Qualitätskontrollen zu legen", erläuterte Dipl.-Ing. Dieter Walter, ein vom Güteausschuss der RAL-Gütegemeinschaft beauftragter Prüfingenieur. Auftraggeber und Auftragnehmer müssen dabei an einem Strang ziehen. "Eine Sanierung kann nur erfolgreich sein, wenn beide Partner eine ganzheitliche und gemeinsame Sanierung der undichten Kanäle verfolgen", so Walter weiter. Dabei können sie geeignete Instrumente nutzen. Augenmerk muss vor allem auf die Anforderungen hinsichtlich der Qualität der Sanierungs- bzw. Bauausführung und auf die Qualifikation der Baupartner gelegt werden.

Instrumente wie die RAL-Gütesicherung GZ 961 dienen hier beispielsweise der Orientierung. So gibt es eine Vielzahl von Sanierungsfachfirmen, die über ein RAL-Gütezeichen Kanalbau verfügen. Firmen, die diesen Nachweis führen, erfüllen die von Auftraggebern gestellten Anforderungen an Material, Verfahren, Ausführung und Eigenüberwachung in Übereinstimmung mit den aktuellen Regelwerken.

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