Hagebau Zentrallager in Herten entwässert mit REHAU
14.05.2013
Beim Umbau des Hagebau Zentrallagers in Herten entschieden sich die Bauherren für eine Entwässerungsanlage aus dem Hause REHAU. Zum Einsatz kam ein lange geplantes, individuell angepasstes Komplettsystem, welches derzeit nur REHAU liefern kann.
Die zunehmende Versiegelung der natürlichen Flächen durch Straßen und Gebäude belastet Umwelt und Infrastruktur immer mehr. Die Hochwassergefahr steigt durch Überlastung der Kanalsysteme, Kläranlagen und Vorfluten. Aufgrund von versiegelten Flächen kann das Niederschlagswasser nur schwer ablaufen und folglich auch nicht am natürlichen Wasserkreislauf teilnehmen. Die Folge ist ein sinkender Grundwasserspiegel. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist eine natürliche Regenwasserbewirtschaftung von Nöten. Gesetzgeber und Gemeinden haben dies erkannt und fördern die Betreiber durch Zuschüsse, oder durch Befreiung von Versiegelungsabgaben. REHAU liefert für den Umbau ein Komplettsystem, das zum umweltschonenden Umgang mit Regenwasser beiträgt.
Hagebau Zentrallager setzt auf Entwässerung von REHAU
Ziel auf dem Grundstück des Hagebau Zentrallagers war es, das Regenwasser von 19.000 Quadratmetern Dachfläche und 11.500 Quadratmetern Verkehrsfläche zur Versickerung zu bringen. Eine gedrosselte Regenwassermenge von 10 Litern pro Sekunde darf gleichzeitig in ein offenes Gewässer abgeleitet werden. Das Regenwasser der Verkehrsflächen muss dabei einer intensiven Regenwasserbehandlung unterzogen werden, bevor es mit dem Grundwasser in Berührung kommen darf.
Um die erforderlichen Volumina von insgesamt circa 870 Kubikmetern zu erreichen, wurde eine offene Versickerungsmulde mit einer Grundfläche von 1.200 Quadratmetern zu einer Boxrigole mit 672 Kubikmetern Fassungsvermögen umgebaut. Hier kamen die bewährten RAUSIKKO Boxen von REHAU zum Einsatz. Zusätzlich wurde in der vorhandenen Platzfläche ein Rückhaltebecken mit 196 Kubikmetern Fasungsvermögen geschaffen. Beide Systeme werden durch einen bestehenden Kanal DN 800 gespeist. 95 Prozent der Regenereignisse entwässern über die Versickerung, die restlichen Regenereignisse durch Aktivierung eines Überlaufs in das Rückhaltebecken und von dort über den REHAU AWASCHACHT DN 1000 Drosselschacht in ein offenes Gewässer.
Durch den Umbau der Mulde entfiel die Regenwasserbehandlung durch die belebte Bodenzone. Gleichzeitig konnte die Platzfläche um 1.200 Quadratmeter erweitert werden. Der Wegfall dieser Regenwasserbehandlung wurde durch den kombinierten Einsatz von RAUSIKKO Sediclean in Verbindung mit einer chemisch und mechanischen Reinigung durch das RAUSIKKO HydroClean Filtersystem kompensiert. Der intensiven Behandlungspflicht unterliegen 11.500 Quadratmeter Verkehrsfläche.
Das Bauvorhaben wurde zusammen mit anderen Projekten im Zuge des Programms „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ von der Emschergenossenschaft bezuschusst. Das Programm besteht aus einer Strategie zur Reduzierung des Regenwasserabflusses über die Kanalisation, beispielsweise über Versickerungsmulden, -rigolen, gewässerverträgliche Ableitung, Regenwassernutzung und Entsiegelung. Die Fläche im Emschergebiet, welche an die Kanalisation angekoppelt ist, soll innerhalb von 15 Jahren um 15 Prozent reduziert werden. Ähnliche Projekte zur Förderung von Bauvorhaben, mit dem Ziel der Reduktion des Regenwasserabflusses über die Kanalisation, gibt es in unterschiedlicher Ausprägung deutschlandweit.
Gesamtsystem von REHAU überzeugt
Ein wesentlicher Aspekt in der Konzeption der gesamten Entwässerungsanlage ist die Regenwasserbehandlung und der in der RAUSIKKO Box integrierte Kanal mit gestufter Schlitzung. Nur die Verwendung von DIBT-zugelassenen Filterschächten RAUSIKKO Hydroclean bietet, in Kombination mit Sedimentationsanlagen und RAUSIKKO Box mit integriertem Kanal, die Voraussetzung zur wasserrechtlichen Genehmigung der Anlage. Allein REHAU ist als Systemhersteller derzeit in der Lage dieses Gesamtsystem zu liefern. Zusätzlich unterstützte REHAU die Bauherren intensiv planerisch in der Auslegung dieser Sonderlösung.
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